SUP – Freiheit auf dem Brett

Sport

SUP steht für Stand Up Paddling. Man steht auf einem überdimensionalen Surfbrett und bewegt sich stehend mit einem Paddel auf Meer, Fluss oder See fort. Die Geschichte der Sportart begann in den 50er und 60er Jahren auf Hawaii. Der Tourismus am Strand von Waikiki boomte und viele wollten surfen lernen. Die Beach Boys verdienten ihr Geld mit den Surfstunden und um die Surfschüler besser unter Kontrolle zu haben oder auch Erinnerungsfotos zu schießen bewegten sie sich mit Paddle auf dem Surfbrett fort. Von der Bevölkerung wurde das dann Beach-Boy-Surfing genannt. SUP war geboren!

Leider ging es durch die immer kleiner werdenden Surfboards und durch wasserfeste Kameras Ende der 70er Jahre verloren. Der letzte wahre Beach-Boy-Surfer war John Zabotocky. Er wird als Begründer des SUPs gesehen und lebte diesen Sport ab 1940 auf Oahu. SUP heißt auf hawaiianisch übrigens Ku Hoe He‘e Nalu. In einem Video von 1939 benutze der Olympiasieger im Schwimmen und die Surflegende Duke Kahanamoku aus Honolulu ein Paddle während er surfte. Vielleicht ist also auch er der wahre Erfinder des Sports. Vielleicht stammt der Sport aber auch von polynesischen Fischern, die sich stehend vor Tahiti auf dem Meer bewegten. Übrigens sind in Asien immer noch Ein-Mann-Baumflöße im Einsatz bei denen Paddel zum Vortrieb genutzt werden. Auch eine Art SUPen also.

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Heute avanciert das SUP wieder zu der Trend Sportart von damals. Der Beginn war wieder auf Hawaii und das schon im Jahr 2000. Um in dem wellenarmen Sommer trotzdem Sport auf dem Wasser zu betreiben, ließen die besten Surfer Hawaiis den Sport auf Maui wieder aufleben. Im Jahr 2004 gab es dann schon den ersten SUP-Wettbewerb auf Oahu. Die Kalifornier bekamen bald Wind von der neuen Sportart und so verbreitete sich das SUP auch dort rasend schnell. Ab dem Jahr 2007 kam es dann auch über Frankreich und Großbritannien in Europa an. Heute kennt die Sportart (fast) jeder. Und liebt sie!

 

Das coole dabei ist, dass jeder den Sport betreiben kann und schnell Erfolge erzielt werden. Es gibt nichts Schöneres als auf dem Wasser durch die Landschaft zu gleiten und der Seele etwas Gutes zu tun. Das Beste: SUP trainiert den ganzen Körper und ist somit auch ein super Fitnessgerät und dabei auch gelenkschonend. Durch die aufrechte Position und das ständige Ausbalancieren werden Arme, Beine und Rumpf trainiert und der Körper steht unter Spannung. SUP ist vielseitig und kann das ganze Jahr über betrieben werden. Entspannt durch die Landschaft gleiten oder sich mit mehr Action bei SUP-Rennen messen, jeder kommt auf seine Kosten. Bei Wettkämpfen gibt es verschiedene Disziplinen: Lang-Strecken-Rennen, Staffeln oder kurze Sprints. Bei Langstrecken sind Ausdauer und Kondition gefragt, während bei den Kurzstrecken Schnellkraft und Geschicklichkeit zählen.

Es gibt aufblasbare und harte SUP-Boards. Für viele kommt das Inflatable, also das aufblasbare Board in Frage, da es gut zu transportieren ist und in jedes Auto passt und oft auch als Rucksack auf dem Rücken getragen werden kann. Die Bretter werden mit Hochdruck aufgepumpt daher kann es mit einem harten Board super mithalten. Allerdings ist es durch die runden, dickeren Kanten etwas wackeliger als ein Hard Board. Das laminierte Hard Board sorgt für ein direkteres Fahrgefühl und das Aufpumpen fällt weg. Allerdings muss ein Lagerplatz vorhanden sein und der Transport gestaltet sich schwieriger wenn man nicht gerade einen Bus besitzt. Die Länge, Breite und Dicke variiert bei den SUP-Boards. Je nach Können und Einsatzbereich können so verschiedene Boards verwendet werden. Angegeben werden die Einheiten in Fuß und Inch. Ein Fuß entspricht 30,48 cm cm Länge und ein Inch 2,54 cm. Ein Brett mit 10‘5 ist dann 317,5 cm lang. Für Anfänger eignen sich Bretter zwischen 10‘2 und 12‘6. Je länger das Board ist, desto schneller kann es vorwärts bewegt und durch das größere Volumen mehr Gepäck transportiert werden. Die Breite bestimmt wie stabil das Board ist. Für Einsteiger ist ein Board zwischen 32 und 26 Inch am besten geeignet. Die Dicke bei den meisten Boards beträgt 4 bis 6 Inch. Modelle mit 4 Inch zählen als Kinderboard für Körpergewichte unter 60 kg. Auch die Paddel unterscheiden sich. Es gibt verschiedenen Längen und Blattgrößen für verschiedene Einsatzbereiche. Generell gilt: Die Länge des Paddels sollte die Körpergröße um etwa 15 bis 20 cm überschreiten. Ein größeres Blatt eignet sich beim Fahren im Flachwasser, da damit mehr Vortrieb erzielt werden kann. Ein kleineres Blatt ist flexibler und wendiger, was beim Surfen ein Vorteil sein kann. Je größer das Blatt ist, desto größer ist der Kraftaufwand. Kleinere und leichtere Paddler sollten deshalb ebenfalls zu kleinen Blättern greifen.

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Tipps für den Anfang: Mittig auf dem Brett stehen, der Stand sollte parallel und hüftbreit sein. Die Knie leicht beugen, damit Wellen ausgeglichen werden können. Die Paddelbewegung geht vom Druckarm aus, der oben am Griff, senkrecht über dem Paddelblatt liegt. Der andere Arm liegt am Holm und wird als Zugarm bezeichnet. Weit nach vorne eintauchen, wenn das Paddel ganz eingetaucht ist durchziehen, wobei das Paddel senkrecht stehen sollte. Am Ende wird das Paddel seitlich wieder aus dem Wasser gezogen. Und jetzt? Immer wieder aufs Wasser und üben. Dann gelingen bald auch die ersten Turns. Viel Spaß beim SUPen!

 

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